Ein Experiment: Mit Phasen von Poesie & Prosa, Politisches & Philosophisches & Persönliches… Nach der Fiktion ist es Zeit für Realität … Ein Versuch für mehr Traum in der Realität.
In einer Welt in der immer mehr Möglichkeiten erwachsen, fühlen sich viele gehetzt, abgehängt oder ohnmächtig. Aus alles ist möglich wird für viele schnell alles MUSS möglich sein. Mehr Erfolg, mehr Spaß, mehr Highlights, mehr Klicks, mehr Perfektion… doch halt all dies kehrt sich irgendwann ins Gegenteil, Depression und Angst sind in unserer heutigen Gesellschaft allgegenwärtig. Daher wäre ein erster Schritt, der Schritt zurück, etwas die Distanz zu den Dingen gewinnen. Etwas Gelassenheit und Zuversicht.
Als müssten wir...
Als müssten wir uns schützen. In Köln einmal im Jahr jeden Fremden bützen. Als müssten wir uns wehren. In Bayern schießen sie Hasen, Wölfe, Bären mit Gewehren. Als müssten wir hier unser Hab und Gut verstecken. In München jeden Sommer lecker Vegan-Eis schlecken. Als müssten wir die anderen bespitzeln. In Berlin-Mitte jeden Abend die Kinder kitzeln. Als müssten wir uns gegen andere entscheiden. In Sachsen da feiern jeden Sonntag nur die Heiden. Als müssten wir was gegen Fremde tun. Und was macht eigentlich Max von Thun? Als müssten wir ständig der Angst recht geben. In Karlsruhe wird dem Kind der Segen gegeben. Als wüssten wir, wir wüssten, was ist das Beste. In Chemnitz essen sie heute Abend noch die Reste. Als wüssten Die, Der und Du was richtig ist. Ich sag dir was wirklich wichtig ist. Der kleine Funke, der nicht in Hass überspringt. Die Gelassenheit, die Zuversicht, die dich runterbringt. Und dann... In Rostock sich langsam der Adler in den Himmel schwingt.
Größtmögliche Freiheit für die Kunst, es folgt ein Gastbeitrag von peach.
(Foto von Anja Sontheim/@goldheim)
Kunst Der Probenraum der Realität und größtmögliche Freiheit
Kunst, als allgemeines Gut der Kultur, ist ein elemtarer Ausdruck der Gesellschaft. Die Kunst ist autonom und aufgrund dessen eine Grundlage für eine offene Gesellschaft.
Worin liegt das Potenzial der satirischen Kunst für die Reflexion einer gesellschaftlichen Stimmung? Es stellt sich die Frage: Was soll und kann Kunst leisten?
Satire ist per definitionem eine Kunstgattung, in der Form von Literatur, Karikatur und Film, die versucht durch Übertreibung, Ironie, und beißenden Spott an Personen und Ereignissen Kritik zu üben, indem sie diese der Lächerlichkeit preisgibt, Zustände anprangert, sie mit Scherz und Witz geißelt. Synonyme sind das Spottgedicht, Spottlied, die Parodie, Persiflage. Kunst ist schützenswert - aber warum ist dieser Schutz so bedeutend?
Die Kunst kann sich nicht selbst schützen, sie ist aber ein wesentlicher Teil der gesellschaftlichen Verarbeitung der soziologischen, politischen, historischen, vielmehr aller Strömungen der menschlichen Natur. Sie stellt die Plattform, das Instrument der Interaktion, Präsentation etc. Nur hier kann alles auf den Tisch kommen, zensurfrei, übertrieben und ohne schnelles Urteil. Kunst als maximales Ausleben der von den Grundrechten geschützten Freiheit.
Kunst ist schöpferisches Gestalten aus den verschiedensten Materialien oder mit Mitteln der Sprache, des Tons in Auseinandersetzung mit der Natur und der Welt. Es kann ein einzelnes Werk, Gesamtheit der Werke eines Künstlers, einer Epoche, künstlerischen Schaffens sein. Was soll und kann Kunst leisten? Kunst ist so mannigfalitig wie der Mensch selbst. Sie ist Teil der Kultur, das bezeichnenste Merkmal der menschlichen Natur. Kultur kann in ihrem weitesten Sinn als Ausdruck des menschlichen Zusammenlebens verstanden werden und bildet – so der britische Kulturtheoretiker Terry Eagleton - das soziale Unbewusste unserer Gesellschaft. Die Künste wirken in das soziale Unbewusste hinein und reflektieren es.* (Dr. jur. Christine Fuchs/aviso 2|2018)
Die Autonomie: Die Kunst hat in unserer Gesellschaft einen per Grundgesetz – Artikel 5 III, „Kunst… sind frei“ - geschützen freien Status, sie ist selbstverständlich und bedarf keiner weiteren Rechtfertigung, sie existiert um ihrer selbst willen. Sie ist daher autonom und findet ihren Sinn und Zweck in sich selbst. Aus dieser Autonomie und Zweckfreiheit erwächst eine gesellschaftspolitische Relevanz der Künste – aus großer Freiheit folgt großes Potenzial. So kann die Verwirklichung der künstlerischen Freiheiten und das Ausloten von dessen Grenzen dazu beitragen, dass die Freiheitsrechte des Grundgesetzes ausgestaltet werden. So sind Satiren und neue Kunstformen dazu in der Lage, die Meinungsfreiheit und Demokratie zu stärken.* *(Dr. jur. Christine Fuchs/ aviso|02-2018)
Die Satire kann somit aufgrund ihrer Autonomie aufzeigen, was laut aktuell geltendem Recht nicht geht. Indem sie sich übertrieben – angreifend - beleidigend – exemplarisch zeigt. Dabei sind sehr ausschweifende Mittel zulässig und nötig. Daneben greift sie gesellschaftliche Tendenzen hinsichtlich Moral und Wertevorstellung auf, stellt diese in ein Spannungsverhältnis und löst so beim Konsumenten eine Irritation aus, dies wiederum kann bewirken, dass der Konsument über das Thema, den Inhalt reflektiert. Der Satiriker reflektiert das soziale Unbewusste der Geselleschaft und wirkt darauf ein. Auf diese Weise gelangt es in das Bewusstsein und kann in Folge dessen in den gesellschaftlichen Diskurs gelangen.
Kunst für eine offene Gesellschaft: Durch ihre unterschiedlichen Gestaltungsmöglichkeiten und Ausdrucksformen, wirkt Kunst auf die Imagination und kann die kreativen Fähigkeiten entwickeln. Über Form, Farbe, Inhalt berührt sie, löst etwas in uns aus. Sie kann somit ein intensiv sinnliches Erlebnis sein. Durch diese Möglichkeit der unterschiedlichsten Darstellungen werden neue Sichtweisen produziert und dies ermöglicht es, dass die Offenheit einer Gesellschaft aktiviert wird. Dadurch kann das Individuum dazu in die Lage versetzt werden, sich selbst zu orientieren, die eigene Stellung, seine Identität innerhalb einer Gesellschaft auszuloten, mit all deren sozialen Gefügen und Wertvorstellung. Und nicht zuletzt dessen Deutung für die Welt. Durch das tiefere Erleben bildet es eine Grundlage für Empathie als Mitgefühl, ein tieferes Verständnis von sich selbst und anderen.*( Dr. Rita Maria De Muynck)
Der Gegenpol: In geschlossenen autoritären Gesellschaften, verharren Menschen in Angst. Durch ihre Hilflosigkeit ziehen sie sich zurück und diese Ohnmacht, die eigene Lage nicht beeinflussen zu können, führt zu Wut und Abwehr, zu Feindbildern, Rassismus, Migrantenhass.*(Dr. Rita Maria De Muynck) Allzu oft mündet dies in Führersuche, was immer wieder nur ein Universalrezept propagiert „Fremde für schuldig zu erklären und zu vernichten“.
Das Ansprechen negativer Emotionen ist einfacher als die kognitive Ebene zu erreichen. Vieles Plakativ und pathetisch, wie man es bei den unzähligen Populisten weltweit mitverfolgen kann. Auch hier bietet die Kunst eine Projektionsfläche für negative Emotionen, hier können diese erlebt und in einen Kontext gestellt werden. Auf diese Weise können Ängste definiert werden. Und durch den Rahmen der künstlerischen Aufarbeitung in ihrem Erleben gefärbt und kombiniert werden mit kognitiven Mitteln. So besteht die Möglichkeit ein besseres Verständnis für sich selbst und die Gesellschaft zu gewinnen. In Folge von diktatorischen Umwälzungen einer Gesellschaft, werden immer auch die freien Stimmen der Kunst und sie selbst beseitigt, sofern sie nicht den eigenen Anschauungen entspricht.
Fazit, Kunst ist schützenswert. Der Rückzug einer Gesellschaft, das Sich-schließen, kann viele Aspekte haben und muss nicht immer nur in rein diktatorischen Strukturen vorliegen, meist vollzieht sich dies in einem Prozess. Auch in Teilen einer an sich demokratischen offenen Gesellschaft kann sich ein Segment abtrennen und verschließen. Dies mag unterschiedliche Gründe haben, geringer Selbstwert als Teil einer Nation aufgrund von geringer Wertschätzung „Ländermobbing“, die diktatorische Vergangenheit – und dem Erleben, dass der Staat übermächtig war und sich in Folge dessen nur wenig Bürgerinitiative gefestigt hatte, wie sie es ein freier demokratischer Staat aber benötigt. Es wird wohl ein Zusammenspiel aller Ebenen sein.
Umso wichtiger ist es, dass eine offene Gesellschaft die demokratischen Strukturen, die humanen Wertvorstellung und die kulturelle Identität bewahrt und sich dabei weiterentwickelt. Kunst kann daher ein wichtiger Faktor sein die Problemfelder bewusst zu machen, da sie die Gesellschaft vorführt aber dabei gleichzietig warnt, indem sie radikal die Wunden seziert und ihre Konsequenzen aufzeigt. Es aber auch die erstrebenswerte Utopie, oder zumindest einen Bruchteil davon serviert, propagiert. Kunst ist eine Essenz des menschlichen Empfindens und schöpft aus allen Quellen. Eine gesunde und starke demokratische Gesellschaft hält es aus, der Kunst und somit auch der Satire die größtmögliche Freiheit zu gewähren, denn es ist zum Glück ja nur Satire und keine Realität, oder?
Und nicht zu vergessen, jemand der seine Zeit mit Kunst egal welcher Art verbringt, hat diese Zeit schon mal micht mehr um sich zu radikalisieren oder Hass zu verbreiten.
Das Rauschen des Verkehrs verwandelt sich langsam in ein fernes Meeresrauschen und dringt immer näher an mein Ohr. Ganz genau kann ich es nicht sagen, ob es von außen, oder tief aus meinem Inneren kommt.
Das weiße Segel
Ein Hauch von Südsee
„Wo wedeln die immergrünen Blätter im Wind und Sonnenschein ganz nah?“
Südsee…
Sand, so weiß, dass das Auge schmerzt, blauer Himmel, alles Blau in dieser Welt. Eine leichte Brise, Salz hängt in der Luft. Ja, ich kann es sehen… und spüren! Am Horizont, nur vage zu erkennen, ein weißes Segel. Es steuert den Strand an.
Das
Segel wiegt leicht aber straff im Wind, gehört zum Boot mit dem
hölzernen Deck. Darauf das, was das Leben schöner macht. Weiter verfolgen meine Augen neugierig das Boot, auf dessen Weg durch das bewegte Wasser. Die Sonne darauf glitzernd wie Kristall.
Das Segel ist nun besser zu erkennen, jedoch macht dich etwas stutzig… Du erinnerst dich, dass du vor langer Zeit selbst auf einem solchen Boot warst. Du versuchst dich klarer zu erinnern aber… die
Erinnerung ist erst unzusammenhängend und dann verschwommen, ersetzt
durch das stille Leben auf der Insel, begleitet vom gleichmäßigen Fluss
des Wassers, des Meeres am Strand.
Doch diese Erinnerung. Sie öffnet eine verborgene leise Freude, das Herz, es schlägt etwas lauter.
Während
ich versuche die Fetzen der Vergangenheit und die Gedanken zu ordnen,
sitze ich im warmen weißen Sand der Südsee, der gleiche Sand der mich im
Auge schmerzt, das Boot im Blick.
Das
so unfassbar blaue Wasser leitet es näher an den Strand, ich frage mich
ob es wohl hier an meinem Strand anlegen wird oder weiterzieht.
Erinnerungen an die Kindheit steigen beharrlich an die Oberfläche, gleich einem Taucher, der aus großer Tiefe langsam an die Oberfläche zurückkehrt. Nicht zu schnell, weil er weiß, dass es ihm das Leben kosten kann.
Der schwarze Fleck am sonst so weißen Segel, entpuppt sich als Flagge und du denkst an…
Die wunderbaren Dinge aus meiner Kindheit plötzlich wieder da, die immer mehr werdenden Blasen im Wasser, die den tausend
Luftblasen gleichen, die wir damals überschwänglich und freudig tanzend
in den Himmel hoben. Jede einzelne trug die Farben dieser Welt. Die
Flagge schwingt und windet sich dabei im Wind der See und ich versuche
zu erkennen welche Botschaft sie vielleicht trägt… unter welcher Flagge segelt das Boot?
Ich weiß das Piraten schwarze Flaggen hissen. Die schwarze Flagge, du erkennst einen Totenkopf. Doch… nein, es ist kein Piratenboot. Unter dem Totenkopf erkennst du Buchstaben, sie formen das „Peace…“, war klar ein Hippieboot.
Du stehst auf und tanzt durch den warmen Sand am Strand, mit Blumen im Haar… Tip tap ein Fuß nach dem anderen im blauen und anschmiegsamen Wasser des Meeres. Die Blumen ja… jetzt wird alles klar. Der Junge, der dir die Blumen verkauft hat, er sagte du bräuchtest sie bald.
Wie eine introvertierte Person versucht, ihre extrovertierten Gedanken zu bloggen. Tried! Kinda…
Sei herzlich willkommen auf meiner Blogseite. Für dich erst mal einen Kaffee und dann gehts auch schon los…
Irgendwann hatte alles seinen Anfang so auch hier. Man könnte es bedauern, dass sie für mich auch schon wieder vorbei ist, diese Premiere. Aber dennoch wird es immer mein Erster Eintrag bleiben. Und es war ein kleines bisschen aufregend.
Anders als der Teaser vielleicht vermuten lassen würde, wird dieser Blog kein Personen-Blog. Also ich als Person stehe hier nicht im Mittelpunkt. Da es hier aber auch um Poesie und Gedanken um meine Umwelt geht, die natürlich von meinem Empfinden herrühren, wird es mithin auch persönlich. (Sorry schon mal dafür) Es soll eine Mischung aus Fiktion und Realität werden, oder wie man Traum und Fantasie in die alltägliche Realität verstrickt.
Frei nach Nietzsche „Nichts ist wahr und alles ist erlaubt.“
Nicht anders als so mancher Spiegel-Autor, versuche ich hier eine schöne neue Wahrheit zu produzieren, aber dennoch sind die Beiträge in Rubriken eingeteilt und daher markiert, so dass man sich leichter tut auf seiner Suche nach der Wahrheit. Oder bei der Beantwortung der Frage, was ist real und was ist Fiktion.
Etwas Poesie für den Einstieg: Der Sichelmond – Der Mond wiegt den Himmel
Da sitz ich nun in leiser Stille. Der Mond er wiegt als goldene Sichel heut den Himmel. Kleine Funken, Sterne glühen weit verstreut. Mit dir so glücklich bin ich heut.
Damit schließe ich den ersten Eintrag ab und sage Adieu.
Lasst gerne einen Kommentar mit Anregungen und Feedback da, aber bitte immer respektvoll und ernst gemeint.