Springtime for anyone?

Springtime for someone?

Tausend Gedanken in deinem Kopf
drängen sich aneinander und nach draußen.
Prallen an den Außenwänden ab und verbündeln sich
zu einem Knoten, unentwirrbar.
Deine Hand dabei unfähig, auch nur eine Silbe aus ihnen zu formen.
Das Papier bleibt erdrückend weiß. Strahlend grell wie die am Himmel stehende
Frühlingssonne.
Wie formuliert man Zerbrechlichkeit, Bruchglas der Seele.
Die Suche ohne Finden endet im Nichts. Das Nichts der tausend Träume.
Der Körper er ruht am Boden, während der Geist immer wieder fällt,
der Körper folgt ihm geduldig und erschöpfend stets aufs Neue.
Grausam hilft die blinde Hoffnung ihm dabei.
So erträgst du Tag für Tag, Woche für Woche, Zeit ist bedeutungslos geworden.
Lass dich doch einfach liegen, hier am Boden.
Der Boden haftet, ihn kannst du spüren.
Sonst rauscht jedes Gefühl nur durch dich hindurch wie ein
kurzer Windstoß, kaum bemerkt schon für immer fort.
Er kommt nicht wieder.
Doch die Erinnerung daran ist nun ein Teil von dir.
Vergessen willst du sie, doch wie kann man sich selbst vergessen?
Beständig pocht es aus deinem Inneren hervor,
bum bum, bum bum und spült die Zeit durch deinen Körper,
die du nicht vergessen kannst.
Verschlossen schlägt es weiter Tag um Tag.

Finderlohn