
Die Schlange
Welche Bilder soll ich noch zeichnen?
Mit meinen Worten neue Welten formen?
Wenn jeder Gedanke im Nichts verstreicht.
Eine Grube voller Bildlichkeiten, wunderschöner
Kostbarkeiten deponiert fürs Nichts.
Ohne Chance auf Wiederkehr.
Warten auf die Renaissance der Möglichkeiten.
Jede gedankliche Höhe sich nur in sich selbst verfrisst,
wie ein Schlangenkopf in ihren eigenen Schwanz.
Und die Stimmung genauso flach über den Boden kriecht,
sich um jede Bewegung windet.
Seltsam, wie gelenk sie sich um einen Stamm nach oben schmiegt.
Doch die Quelle ihrer Augen versiegt,
starrt sie in dunkles Blätterdickicht.
Von Weitem betrachtet, scheint ihr Körper vereint mit Baum und Rinde.
Doch ist sie fremd und nur geduldet.
Langsam streift sie hinab auf den Boden zurück,
driftet unter die Decke aus Laub, eine dunkle ungewisse Welt.
Dort wo sie niemand sieht und niemand hört.
Legt sie sich schlafen.
Blickt man zurück den Baum hinauf, sieht man wie ihre alte Hülle
sich sanft vom Wind bewegt.
Ananassi