
Auf was wir eigentlich warten, frag ich mich. Während manche an der Ampel stehen und auf das Signal warten, gehen andere über die Straße. Nun zumindest drücken wir noch auf den Knopf, so manch einer steht einfach nur an der Straßenseite und wartet auf was auch immer. Harrt still und mit gesenktem Kopf am Straßenrand. Mensch will man rufen drücke das Signal und du wirst sehen, es wird auch für dich grün werden. Hier ist das System absolut gleichberechtigend an der Straßenkreuzung. Kenne deine Möglichkeiten und nutze sie. Und dann die Momente in denen man scheinbar keine Zeit hat um den Knopf zu bedienen, man hastet auf die Straße zu, schnell rechts und links, dann, das schaff ich und spurtet über die Kreuzung. Es ist eine Entscheidung welche Regeln halte ich ein und welche nicht, wann kann ich das Risiko selbst überblicken, wann traue ich mir zu, dass ich auf das regelnde Sytem verzichte, mit der Konsequenz der vollen Risikotragung. Ein allgemeines stetig blindes Vertrauen führt wohl zu keiner befriedigenden Situation. Das immer verantwortungsvolle Überdenken und auch Hinterfragen, halte ich für entscheidend. Ein der Sicherheit dienendes System ermöglicht ein Zusammenleben vieler. Blindes Vertrauen in jede Regelung sollte daraus jedoch nicht erwachsen, wieviel System-Ungehorsam bestärkt das System und ab wann wird die Neu-Interpretation der System-Regeln gefährlich?
Population
setzt auf Schwarz oder Rot.
Zwei dimensionale Würfel rotieren
wild.
Kanten werden Schatten.
Populismus,
des Spiegels-platt Interpretation
im Titelbild.
Schlagzeile Bild formt den “Tod”.
Spiegelbild ersetzt die Massen.
Fassungsreich setzt der
Goldschmied seinen Stein.
Die Facetten reich im Spiegelreich,
Schatten sich morgen schon
kopieren.
Jedes Reich braucht seinen Palast.
Der Zug setzt seinen Bauern durch
den Schacht.
Jeden Morgen prickelt sein Unikat,
das Spiegelei.
Giganten der Gedankenhüter
gehen heute schon zur Beichte,
im Gericht, dem Hüter ohne Hut.
Was der Verstand hier schon erreichte,
lässt den Willen nicht vorbei.
Ananassi
