Der Aschevogel

(wir fangen mal sachte an)

Ruht unter der grauen Decke seit so vielen Gezeiten. 
Von viel zu vielen für tot geglaubt.
Doch was passiert hier?
Ich höre zu ich höre hin. Kann es sein?
Leise flüstert dein ewiger Wind, wirbelt erste Ascheflocken in die Luft.
Flocken wie der erste Schnee tragen Verheißung in die Luft.
Komm Leben lass es zu, lass mich zu dir!
Nur langsam sehe ich klar durch die Staubwolke hindurch.
Wie Schatten ihre Kreise ziehen durch die Welt.
Welche Sonne leuchtet dir den Weg?
Ihre Strahlen kämpfen den Kampf mit der Dunkelheit für mich.
Dann, es geschieht.
Dein Feuer flackert auf, fängt wie verzaubert an zu leuchten.
Nun bin ich sicher du bist zurück.
Voller Neugier folge ich dem Weg des Feuers, du faszinierender Vogel.
Auch mit geschlossenen Augen sehe ich dein Licht.
Bebend erhebst du deine Federn.
Die Asche umhüllt dich und vergrößert nur dein Feuer.
Schwebst golden flammend und deine Flügel durchstreifen glühend unsere Welt.
Kleine Funken wie Glühwürmchen schickst du durch die Nacht.
Nichts existiert, nichts irdisches, was dich vom Leben noch zurückhält.