#worldwide west

GRILLEN TÖTET!

Ich sitze hier am kleinen Küchentisch in einer kleinen aber warmen Wohnung und denke nach.

Im Jemen sitzt eine Frau mit ihren vier Kindern in einer Hütte mit nur einem Zimmer und macht sich darüber Gedanken, woher sie das Geld für das Essen der Kinder auftreiben kann.

Während ich meine Gedanken in das Programm meines IPhones tippe, brennt ein wirtschaftlicher Wettlauf auf Rohstoffe wie seltene Erden.

Ich sitze hier alleine, es wurde schließlich allgemein für richtig angesehen, jetzt Menschenkontakte zu meiden. Währenddessen sitzen am anderen Ende der Welt Millionen Menschen in Slums in Zimmern zu zehnt. Teilen sich eine Toilette, sauberes Wasser eine Seltenheit.

Und gar nicht so weit von mir entfernt vegetieren Menschen wieder in Lagern auf Inseln auf europäischem Boden.

Ich denke an die griechische Antike mit ihrer Mythologie, die Geburtsstunde der heutigen Zivilisation.

Während Menschen im Nahen Osten immer noch im Namen Gottes gefoltert und getötet werden.

Ich lebe in einem Land, in dem es keine Todesstrafe mehr gibt, und doch Menschen offen fordern, Juden, Moslems, Flüchtlinge, Politiker und linksgrün versiffte an den Baum zu hängen wie Judas.

Ich überlege welche Möglichkeiten ich habe, nun in dieser Ausnahmesituation den Lebensunterhalt zu sichern, Job, Hilfen, Kredit. Ich werde nicht verhungern. Dagegen lebten Tagelöhner in Indien von der Hand in den Mund und leben jetzt vielleicht gar nicht mehr.

Alles ist offen.

Während ich die Blumen-Arrangements für die Beerdigung meiner Oma im Blumenladen bestelle, überlegen sich die dominantesten Technologiekonzerne wie Tesla und Google, wie sie eine ewig lebende hyperintelligente KI realisieren.

Während ich diese und auch alle meine anderen Gedanken frei und ohne Konsequenzen äußern darf, gibt es in China eine Zensur des Internets, der Medien, werden Menschen verfolgt und mundtot gemacht.

Politik und Macht, Ohnmacht und Machtmissbrauch.

Demokratische Politik braucht Pressefreiheit. Denn ohne freie Presse sind wir am Arsch!

Die Schlange

Die Schlange 

Welche Bilder soll ich noch zeichnen? 

Mit meinen Worten neue Welten formen? 

Wenn jeder Gedanke im Nichts verstreicht. 

Eine Grube voller Bildlichkeiten, wunderschöner  

Kostbarkeiten deponiert fürs Nichts. 

Ohne Chance auf Wiederkehr.  

Warten auf die Renaissance der Möglichkeiten. 

Jede gedankliche Höhe sich nur in sich selbst verfrisst, 

wie ein Schlangenkopf in ihren eigenen Schwanz. 

Und die Stimmung genauso flach über den Boden kriecht,  

sich um jede Bewegung windet. 

Seltsam, wie gelenk sie sich um einen Stamm nach oben schmiegt. 

Doch die Quelle ihrer Augen versiegt,  

starrt sie in dunkles Blätterdickicht. 

Von Weitem betrachtet, scheint ihr Körper vereint mit Baum und Rinde. 

Doch ist sie fremd und nur geduldet. 

Langsam streift sie hinab auf den Boden zurück, 

driftet unter die Decke aus Laub, eine dunkle ungewisse Welt.  

Dort wo sie niemand sieht und niemand hört. 

Legt sie sich schlafen.  

Blickt man zurück den Baum hinauf, sieht man wie ihre alte Hülle 

sich sanft vom Wind bewegt.  

Ananassi

#Propaganda von rechts

Gert Scobel erklärt was Adorno bereits in den Sechzigern über rechte Propaganda feststellte.
Es ist angesichts der heutigen Ereignisse nicht weniger aktuell.
Er arbeitet wichtige gesellschaftliche Mechanismen heraus. Die wir kennen sollten, damit wir ihnen selbst nicht erliegen.
Daher möchte ich den Scobel-Beitrag mit euch teilen.
Bleibt immer kritisch und selbstreflektiert.

ananassi

#Rassismus in Deutschland

EXIT please!

Rassismus ist Teil unserer Gesellschaft. Er ist schon so in unserem Alltag verwoben, dass er zur Normalität geworden ist, und scheinbar gut zu ignorieren ist. Außer man ist davon betroffen.  

Schlimm sind immer nur die rechts-terroristischen Täter, man selbst tut nichts Verbotenes oder Bedeutendes. Nun oft tun wir gar nichts und das ist Teil des Problems. Wir denken uns, so ernst wird es schon nicht gemeint sein oder es wird schon irgendwann besser werden. Doch Rassismus ist wie ein Pinsel, der Strich um Strich ein hässliches Portrait zeichnet. Das rassistische Gesellschaftsportrait und du und ich sind ein Teil davon. 

Gerade in den letzten Monaten und den tragischen Tagen von gestern und heute zeigt, das rassistische Bild vieler Menschen hat ein extremes und Menschenleben bedrohendes Ausmaß angenommen. Es ist höchste Zeit, dass wir hinsehen, uns ansehen und sensibilisieren für Rassismus in dir und mir. Rassistisches Handeln darf nicht weiter als “normal” angesehen oder ignoriert werden, denn dann tritt ein Gewöhnungseffekt ein und die Schraube bohrt sich immer tiefer.  

Aussteiger aus dem Nazimilieu berichten davon, dass sie andere Menschen diskriminiert haben und keiner hat was gesagt oder ist eingeschritten. Mit der Folge, dass dieser dann meinte, nun gut eine Begrenzung eine Sanktion kann ich nicht für mein Handeln erwarten, es wird gebilligt oder akzeptiert und kann folglich damit auch weitermachen. Der Mensch ist ein soziales Wesen und reagiert wechselseitig auf andere Menschen. In Onlineforen und Netzwerken wird das eigene Tun bis ins Extreme befeuert und bestätigt und bricht aus.  

Rassismus wird nicht einfach von alleine wieder verschwinden, indem man die Taten ignoriert. Es ist höchste Zeit, dass wir als Gesellschaft reagieren, Stellung beziehen, gegen Unterstützer und Straftäter vorgehen. Aber auch im Alltag erhebe endlich deine Stimme, ja DU, du bist Teil dieser Gesellschaft und Teil des Problems. Doch die gute Nachricht, DU bist auch Teil der Lösung, denn du gestaltest mit.  

Höre nicht bewusst weg, wenn jemand diskriminiert wird. Schreite ein, wenn jemand einen blöden Witz erzählt. Gehe auf die Menschen zu, die Opfer wurden und höre ihnen zu. Sei auch mal anderer Meinung. Machen wir uns nichts vor, es wird unangenehm werden, doch was sind unsere Werte wert, wenn wir sie nicht leben. Und vor allem was ist die Alternative? Denn die ist rechts und steht schon Spalier. 

Anni

Ein Beitrag #demokratie

An alle Demokraten und die, die es werden wollen,  
ich möchte mit euch über Freiheit reden. 

Freiheit kennt weder Not noch Furcht. Doch wirklich frei ist, wer als Gleicher unter Gleichen am öffentlichen, politischen Leben teilnehmen kann.  
Nach Kant soll die Freiheit des Einzelnen dort aufhören, wo die des anderen beginnt. Dies ist ein sehr liberaler Freiheitsgedanke des „Nichteinmischens“. Jedoch ist dieser nicht umfassend genug, denn er schließt diejenigen Menschen aus, die die nötigen Ressourcen, um von ihrem tatsächlichen Willen Gebrauch machen zu können, nicht zur Verfügung haben. 
Wir erleben seit geraumer Zeit, dass sich die Menschen wieder verstärkt unterscheiden. Ganz besonders wird das Kapital immer ungerechter verteilt. Man spricht von Arm und Reich. Von denen in den Stadtbezirken der Innenstadt oder mit tollem Eigenheim. Und auf der anderen Seite die Familien und Alleinerziehenden in den Blocks. Diese Menschen haben meist nicht den Luxus ihre freie Zeit mit politischen Aktionen und Gedanken zu füllen. Da heißt es vornehmlich, die Existenz zu sichern. 
Doch genau diese Menschen haben nicht weniger Freiheit verdient als alle anderen und müssen 
teilhaben am politischen Leben.  
Die wesentliche Voraussetzung dafür aber ist, dass Unterdrückungsverhältnisse jeglicher Art beseitgt werden müssen, damit wir wirklich frei sein können. 
Genau dies muss ein Wesensmerkmal der Sozialdemokratie sein. Denjenigen eine organisierte Stimme zu geben, die aufgrund ihrer benachteiligten Situation es nicht selbst tun können. 
Für nicht weniger ist die Sozialdemokratie 23. Mai 1863 angetreten, um diese soziale Frage anzugehen. 
Die Geschichte zeigt, auch wenn Revolutionen scheitern, bleibt eins doch immer erhalten, die Sehnsucht nach Freiheit und die Überzeugung, dass nur ein Leben ohne Not und Furcht erstrebenswerrt ist; Denn erst dann können wir frei und selbst Handlungsentscheidungen treffen.  
Dieses Wissen „vergißt sich nicht selbst“.  Und auch Sozialdemokraten sollten sich nicht selbst vergessen.  
Der Mensch als solches ist frei, weil er qua seiner Natalität nicht nur selbst einen Neuanfang in dieser Welt darstellt, sondern auch in der Lage ist, mit jeder seiner Handlungen einen neuen Anfang zu machen.  
Daher an alle Sozialdemokraten ist jetzt, genau jetzt der richtige Moment für einen Neustart der SPD, aber auch für alle anderen Demokraten. 
Und das können wir nur gemeinsam schaffen. Wenn man über Politik spricht, fällt auch oft das Wort Macht. Das ist oft negativ besetzt. Aber ich sage zu unrecht. Denn Macht ist nie die Macht des Einzelnen. Erst der Zusammenhalt einer Gruppe, die den Einzelnen unterstützt bzw. ermächtigt, birgt die Macht in sich. Löst sich die Gruppe auf, hat auch der Einzelne keine Macht mehr. 
Im Vergleich dazu setzt ein Missbrauch dieser Macht durch einen Einzelnen eine Ohnmacht voraus, in der alle erstrebenswerten Ziele missbraucht werden durch Gewalt und Unterdrückung. 


2/2Daher lasst uns erkennen welche Macht wir haben, lasst uns unsere Demokratie pushen, damit wir wieder zu einer gelebten und interessierten Demokratie werden, die sich auch entscheidend für ein sozialeres Miteinander einsetzt. 

Ananassi

PS: das war mein Beitrag zu #neustart19

Ja, ja, die Justice-Mission

Peach&Justice


Time-Zone

Du willst Polizistensohn? 
Faszination 
Obschon auf dem Thron 
Ich sag Zivilisation. 
Integration 
Investition 
Komm schon! 
Finger aufs Auge 
Die süße Lauge 
Woran ich glaube 
Was ich mir erlaube? 
Revolution 
Regeneration 
Fame-Edition 
Infiltration  
Justice-Mission 
Komm schon! 
Dauerbrand liegt auf der Hand  
Was spricht die Bank? 
Du willst Feuer  
Aus dem Stand 
Das wird teuer 
Zähl schon mal deine Kronen, Taler, 
all dein Zaster. 
Oh Gott und all das ohne Master. 
Nein! Ich hab kein Laster. 
Doch du, fällst morgen schon durchs Raster. 
Irritation 
Imagination 
Wann lernt ihr es endlich? 


Verdienter Hohn 
Fein aufgereiht auf scharfer Spitze, 
züngel ich weiter meine Witze. 
Falt euch.  
Stutz euch. 
Mach euch klein. 
Denn erst dann passt ihr 
bequem in meine Kiste rein. 
Wenn ich dann mal nix zu lachen hab, 
setze ich mich ans nächste Kap.  
Öffne stumm die kleine, meine Kiste. 
Lächle leise, aber auf meine Weise. 
Mensch Jan, da biste! 
Denke weiter, 
werde heiter. 
Der erste Reiter 
Schaue aufs Wasser  
Ein Boot  
Der Name Gesetzes-Patriot. 

Ananassi

Charlie und der Traum von fliegenden Fischen

Traumfabrik

Der Nebel wechselte seine Farbe von grau zu lichtblau. Charlie rieb sich die Augen, während sie in diesem Nebel zu stehen schien. Dann starrte sie nach vorne, ja tatsächlich dachte sie sich, es sind kleine Fische, die hier im Nebel schwimmen. Langsam schwammen sie um sie herum, erst sah man die schattenhaften Umrisse, dann ihre schimmernden blauen Schuppenoberflächen. Es war ein bisschen so als hätten die fliegenden Fische auf Charlie gewartet. Der Strom bewegte sich weiter vorwärts. Charlie meinte, eine leise Musik zu hören, ähnlich die eines Wales. Sie ruderte mit den Armen, um den Fischen folgen zu können, doch ihre Bewegungen verhallten im Nebel, sie kam nicht vom Fleck. Immer weiter mühte sie sich vergebens ab, die glänzenden Fische verschwanden im Nebel.   

Charlie bemerkt wie sich ihre Arme noch leicht bewegen, als sie die Augen öffnet und sie das vertraute Sternennacht-Bild vor ihrem Bett sieht.
Ihre Gedanken hängen noch in der Welt des Schlafes, als sie sich denkt: “Oh man was für ein konfuser 


Traum.” Sie kuschelt sich in die warme Decke und dreht sich nochmal zur Seite. Die Bilder des Traumes hallen vor ihrem inneren Auge nach, bis sie langsam verschwinden wie die Fische im Nebel. Charlie schlägt die Decke zur Seite und schlurft in die Küche. Erstmal einen Kaffee. Stellt den Espressokocher auf den Herd und wartet einen Moment starrend ab. Ein Ruck reißt sie aus der Starre und sie holt die Wochenend-Zeitung rein und setzt sich dann mit einem Bein auf dem Stuhl an den hölzernen dunklen Küchentisch. Der Kocher pfeift und verströmt den wunderbaren Kaffeeduft im Raum. Mit der vollen Lieblings-Tasse blättert sie in der Lokalzeitung. Wahllos überfliegt sie die Schlagzeilen und Teaser über einen Bauträgerskandal, bei der Jagd versehentlich erschossene Menschen, den neuesten Bahnstreik, die besten Reiseziele der Region und über altbekannte und aufstrebende Sternchen.

Doch eine Schlagzeile packt sie. Die Kaffeetasse steht neben der Zeitung auf dem Tisch, als Charlie liest: “Seltsames Verschwinden von Personen rund um einen Wanderzirkus!” Sie liest weiter, vermehrt registriert die Polizei im ganzen Land Vermisstenanzeigen über Personen, die als Mitarbeiter des Zirkus’ angeheuert hatten. Ihre Familien beklagten einen stetig abnehmenden Kontakt, bis sie gar nichts mehr von ihnen hörten und sie auch auf Nachfrage beim Zirkus ihre Familienmitglieder oder Freunde nicht mehr erreichen konnten. Als wären sie vom Erdboden verschluckt worden. Weiter vermerkt die Polizei, dass viele Besucher der Zirkusvorstellungen auf Nachforschungen und Ermittlungen verstört oder gar nicht reagieren wollten. Ebenfalls ungeklärt und offen ist, inwiefern die grausamen Funde von vergoldeten Menschenherzen der letzten Zeit mit dem Verschwinden der Zirkusmitarbeiter in Verbindung steht. Die Polizei bittet 


deshalb darum, bei Hinweisen jeglicher Art, die eventuell mit dem Zirkus und/oder den Vorfällen zu tun haben könnten,  die örtlichen Dienststellen zu kontaktieren.   

Über die Zeitung gebeugt fallen Charlies dunklen langen Haare auf das Papier, sie wickelt sie gespannt um den Finger. Beugt sich zurück und fixiert einzelne Sätze des Artikels. Vergoldete Herzen… wie kommt denn sowas zustande? Und warum macht man sich erst solche Mühe und entsorgt sie dann?, dachte sich Charlie. Und was ist mit dem restlichen Körper geschehen? Ohne Herz kann der Mensch nicht existieren! Charlie dachte kurz an die Frankenstein-Geschichte. Welche Abgründe doch die menschliche Psyche offenbart. Widerlich und faszinierend zugleich. Und was könnte der Zirkus wohl damit zu tun haben? Sie recherchiert die Aufführungsstandorte des letzten Jahres und stellt fest, dass die Fundorte der Menschenherzen alle auf die Route fallen. Aber das beweist ja noch gar nichts. Und auch die aussagescheuen Besucher lassen nur Raum für Spekulationen zu. Gerade heutzutage sind doch so viele verschlossen und haben Angst, was Falsches zu sagen und halten lieber den Mund oder erzählen Lügen. Charlies Gedanken schweifen ab, ihre Fingerspitzen gleiten sanft über den Henkel ihrer Lieblingstasse, sie denkt an den Zirkus. Charlie lächelt während sie sich die Tasse an die Brust drückt.

Sie liebt den Zirkus einfach.

Charlie in der Kurzgeschichte der “CIRCUS”


Das war eine Episode aus der “CIRCUS” geschrieben von Anni.

Eine kleine Gruppe Menschen

Mühle der Zeit

Eine kleine Gruppe von Menschen geht über die Wiesen und durch Wälder. Sie gehen einfach wie es ihnen angenehm ist. Sie kennen einen Teil des Weges. Wie die Bäume an dieser oder jener Stelle angeordnet sind oder das Wasser des kleinen Bachs an einer weiteren Stelle enger zuläuft. Sie haben keine Eile, es drängt sie nichts, kein Termin, keine Routine. Obschon sie es sehr genießen, wenn sie auf der einen Lichtung wieder kurz anhalten, um dort, wie so oft zu dieser Jahreszeit, die warmen Sonnenstrahlen und das angenehme Licht genießen zu können. Aber sie tun das aus reinem Lebensgenuss, nicht weil es ihnen jemand aufträgt oder sie meinen es tun zu müssen. Die Lichtung eignet sich auch besonders um etwas Beeren, Pilze und ähnliches zu sammeln. So sitzen oder liegen sie vergnügt zusammen. Starren in den blauen Himmel und beobachten wie die Wolkenformationen vorbeiziehen. Wir kennen das auch, als wir in den unendlich lang scheinenden Sommern unserer Kindheit im Gras lagen oder hinten im Auto aus dem Fenster blickten und die Wolkengesichter suchten. Uns dabei kleine Geschichten ausdachten zu den Figuren, die wir sahen, mal war es ein Elefant, mal eine Hexe auf einem Besen reitend oder ein Drache der aus seinem Märchenland in unsere Welt flog, war es auch nur für einen kurzen Augenblick. Oder sie beobachten die Vögel um sich, wie sie fleißig nach Nahrung suchen, immer auf der Hut aber stets, so scheint es, fröhlich. Hüpfen, hopsen durch das leichte Dickicht, über das weiche grüne Moos. Es macht ihnen Spaß die kleinen Lebewesen zu beobachten, ihre teilweise bunten Federn und ihrem schönen Gesang zuzuhören. Dann fliegen die Vögel wieder federleicht davon und der Blick richtet sich gen Himmel dem Vogelflug hinterher. Ganz hinauf in die Baumkronen hinein. Dort ruht das Sonnenlicht und blitzt frech auf die Erde herab. Auch das sehen wir in unserem Alltag, oft belächelt, wie die alten Leute im Park sitzen und sich stundenlang die Enten und Vögel angucken können. Aber auch sie treibt nichts mehr, sie haben erkannt bzw. ihr Alter macht es, dass sie im Moment leben können. Sie haben ihre Arbeit getan, die Kinder sind groß und niemand stellt Erwartungen an sie. Nur noch das Leben bleibt und das Bewusstsein, dass es bald zu Ende sein könnte. Und vielleicht entsteht aus diesem Bewusstsein eine große Dankbarkeit und ein Gefühl für das eigene Ich im Augenblick. Ich glaube, dass die kleine Gruppe von Menschen vom Anfang dieser Geschichte auch bereits diese Fähigkeiten hatten, ohne dass sie für die Erkenntnis ein hohes Alter erreichen mussten. Denn sie taten es einfach, es war da. Es war ein Selbstverständnis, welches wir durch unsere Art der Zivilisation und Gesellschaft Schritt für Schritt ausgetauscht haben. Eingetauscht mit Lebensmodellen, Gesellschaften, Sozialisation. Ansprüche und scheinbare Notwendigkeiten aus den Wechselwirkungen des immer engen verflochtenen Zusammenlebens der Menschen der Welt.  

Eventuell muss das nicht so bleiben, wir sind in einem stetig voranschreitenden Prozess der Wandlung, nichts bleibt stehen. Daher müssen auch wir nicht in Mustern verharren. Doch jede Veränderung kann positive wie negative Konsequenzen haben. Jedoch daraus zu schließen, aus Angst es könnte negative Konsequenzen haben, gar in den alten Mustern zu verharren, verkennt die Notwendigkeit des Wandels bzw. des Anpassens an die Bedürfnisse der Menschen und der Welt ausgehend von der hohen Population der Menschen auf dieser Erde und den technologischen Möglichkeiten. In der Verantwortung steht allerdings, die Folgen des eigenen Handelns abzuwägen und im Austausch mit anderen abzustimmen, zu harmonisieren. Vielleicht gelingt es uns, den Konsum, das stetige Anreichern, das immer auf Kosten von etwas anderem geschieht, zu reduzieren und stattdessen wertvolle Lebenszeit zu schaffen, die uns eint und etwas gelassener macht. Diese Utopie, was ist sie, wann ist sie und für wen ist sie. Für uns und jetzt.

Ananassi 

Was bleibt in Vegesack?

Das was bleibt in Vegesack.
Die alten Pflastersteine auf den Wegen, führen selbst zu neuen Wegen.
Manch alte werden ausgetauscht und durch neue ersetzt.
An den alten Hafenhäusern sind sie
sorgsam angeordnet.


Jeden Morgen rufen die Möwen und Krähen den neuen Tag herbei.
Die Welt sie wehrt sich noch dagegen, in dieser Jahreszeit, in der die Nacht den Tag beherrscht.
Bis sie, die Sterne, klar am Himmel stehen und ihre unendliche Reise begehen.


Der Tag und die Nacht Hochzeit feiern, dann kehrt das Licht zurück, wie das Wasser, das sich der Ebbe und Flut anvertraut, wie der reisende Matrose, der sein Schiff verlässt, um dann wieder in See zu stechen.
Aufbricht, das Geschenk des Tages anzunehmen und es in der ganzen Welt zu suchen und zu tragen.
So ziehen sie vorbei an Vegesack, das Meer und der Matrose.
Immer wissend der Haven bleibt, die Steine sorgsam aufgereiht.

22.12.2019

Wal 🐳

Die Fähre setzt ans andere Ufer im selben Takt, das Wasser fließt beständig. So zieht sie hin die Zeit beinahe unbemerkt und doch so lebendig.

Die Legende der Sonne

(Dieses Bild wurde mit einer KI generiert)

Die Legende besagt, dass zum Anbeginn unseres Sonnensystems sich die Sonne umsah und die Planeten beobachtete, die um sie kreisten. Damals war sie noch wild und aufbrausend. Die Venus mochte sie sehr, sie war klein und ähnlich heiß wie sie selbst. Und auch alle anderen Planeten hatten ihren Reiz.

Doch irgendwann wurde die Sonne etwas ruhiger, voller Befriedigung sah sie ins Universum und auf ihre Planeten, dabei bemerkte sie irgendwann die kleine Erde, gar nicht so weit von der Venus entfernt, aber war die Erde so gar nicht heiß, sondern wunderbar blau und weiß, so ganz anders als all die anderen Planeten im System. Als die Sonne das sah und genau hinschaute, war sie vom ersten Moment an verliebt in die kleine Erde.

Von diesem Zeitpunkt an verging kein Augenblick mehr, an dem die Sonne nicht an die Erde dachte. Und auch die Erde bemerkte wie die Sonne auf sie schien und sie wärmte. Die Sonnenstrahlen drangen in das Innere der Erde bis in den Kern ihres Herzens. Und man sagt, dass auf dem Weg durch die Erde die Sonnenstrahlen pures Licht in Form von Liebesenergie freisetzten, was wir heute als Gold kennen. Alles Leben auf dieser Erde wie wir es kennen, wird aus dieser Liebesverbindung geboren und hat das Potential eine ähnliche Energie zur Verwandlung freizusetzen.

Dies ist ein Auszug aus der „CIRCUS“ geschrieben von Anni.